|
|
Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus)
|
|
Ursprünglich kommen die Weißbüscheläffchen nur im Gebiet der Nordostküste Brasiliens vor. Allerdings wurde sie auch im südöstlichen Brasilien eingeführt.
Das Fell der niedlichen Weißbüschelaffen ist grau. Hervorstechendstes Merkmal sind die weißen büschelartigen Haare. Das Gesicht ist allerdings haarlos. Der Schwanz ist grau-weiß gestreift. Weißbüschelaffen erreichen eine Kopfrumpflänge von 14 bis 18 cm.
So wie alle Krallenaffen sind Weißbüschelaffen tagaktiv. Sie bewohnen viele Lebensräume, vom Waldrand bis in die tiefen Wälder, aber kommen auch auf Plantagen vor. Mit schnellen Bewegungen laufen sie über die Äste und können außerdem gut springen.
Krallenaffen leben in Gruppen von 4 bis 15 Tieren zusammen, die oft aus Eltern und deren Jungtieren bestehen. Solche Gruppen bewohnen Gebiete bis zu einer Größe von 30 Hektar. In der Gruppe herrscht jedoch eine strikte Rangordnung, wo durch aggressives Verhalten die Dominanz der leitenden Tiere behauptet wird.
Die Nahrung der Weißbüscheläffchen besteht aus Insekten, Spinnen, kleinen Wirbeltieren, Vogeleiern und auch Baumsäften.
Weißbüscheläffchen bilden polyandrische Gruppen, das heißt ein Weibchen paart sich mit mehreren Männchen. Diese Männchen bleiben beim Weibchen und übernehmen auch einen Teil der Erziehung. Nach rund 150-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen 1 bis 4 (meistens zwei) Jungtiere zur Welt. Im Vergleich zu den Eltern sind deren Jungtiere sehr groß. Neugeborene Zwillinge erreichen zusammen etwa 40% des Körpergewichtes der Mutter. Männchen sind mit ca. einem Jahr und Weibchen mit rund 20 bis 24 Monaten geschlechtsreif.
Die Lebenserwartung der Weißbüschelaffen beträgt in freier Wildbahn rund 10 Jahre, in menschlicher Obhut bis zu 16 Jahren.
In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet sind die sie stark bedroht, trotzdem vermehren sie sich in ihrer neuen Heimat, in Südostbrasilien, beträchtlich. Manchmal richten sie dort auf Plantagen große Schäden an, dass sie als Plage angesehen werden. |
|
|
|
|